Ponta Delgada – Moderne und Vergangenheit, zwischen Klassik bis Street-Art. Ponta Delgada ist die heimliche Metropole der neun Azoreninseln. Mit ihren 18.000 Einwohnern zeigt sich die Stadt jung und dynamisch. Die nächste Großstadt Lissabon ist gut zwei Stunden Flugzeit entfernt. Schon deshalb hat Ponta Delgada für eine Kleinstadt sehr viel zu bieten. Sie verfügt über eine beträchtliche Restaurantvielfalt. Im Café Central läßt sich ein Kaffee Espresso mit Blick auf das Stadttor und den dahinter liegenden Hafen genießen. Für Vegetarier und Veganer ist das kleine Lokal Treze eine gute Option, um interresante Gerichte und wunderbar frische Salate zu genießen. Alles ist fußläufig erreichbar. Außerhalb von Ponta Delgada gleicht die Azoreninsel Sao Miguel fast einem Dorf. Hier in der Stadt hat man eine gute Basis für Ausflüge in das Umland, ohne auf die Annehmlichkeiten einer “Metropole” verzichten zu müssen. In Ponta Delgada lohnt ein Stadtbummel durch die Altstadt und zu den historischen Gärten António-Borges und José de Canto. Beeindruckend sind die riesigen Ficusbäume mit ihren mächtigen Wurzeln. Mit ihren vielfältigen Angeboten hat sich Ponta Delgada die Bezeichnung “Heimliche Azorenmetropole” verdient.

Written on November 3rd, 2018 , Portugal Tags: ,

Die Ostküste Sao Miguels ist landschaftlich sehr reizvoll. Hier schmiegen sich dichte Wälder an die Berghänge und von den Aussichtspunkten hat man eine tolle Fernsicht auf die wilde Steilküste. Einsame Inselpfade führen zu verlassenen Wassermühlen und abgeschiedenen Fajas, geschütze Landstriche direkt an der Steilküste. Von Ponta Delgada aus ist Nordeste weit weg. Tatsächlich benötigt man für die knapp 60 Kilometer fast eine Stunde reine Fahrtzeit. Daran ändert auch die neue Schnellstraße recht wenig, denn oft wird man durch langsame Traktoren ausgebremst. Trotzdem lohnt sich die Fahrt in den äußersten Osten der Insel Sao Miguel. Bei sonnigen Wetter entfaltet hier die Insel ihre Reize auf ganz besondere Art und Weise. Im Herbst sind die Kontraste zwischen Himmel und Meer besonders stark ausgeprägt und die Farben leuchten umso intensiver. Beim Abstecher zum Fischerhafen Porto Formoso kann man die Männer beim Flicken ihrer Fischernetze vor den bunten Häuschen beobachten und im Landschaftspark Ribeira dos Caldeiroes fällt der gleichnamige Fluss in acht Wasserfällen hinunter bis zum Meer. Die schönen Wanderungen durch die einmalige Landschaft offenbaren immer wieder neue Überraschungen und nicht selten führt ein Wanderweg zu einem herrlichen Strand in einer einsamen Meeresbucht, wo man ungestört die Ruhe genießen kann.

Written on November 3rd, 2018 , Portugal Tags: ,

Nach einer Woche auf der Azoreninsel Sao Miguel fällt mein Fazit recht unterschiedlich aus. Ich habe die Insel von West nach Ost und von Nord nach Süd befahren. Unterwegs bin ich durch viele kleine nette Dörfer gefahren. Einige von ihnen waren schön herausgeputzt, andere hingegen schienen nahezu komplett verödert und verlassen. Bei dem launischen Wetter im Oktober können insbesondere die einsamen Orte sehr trist wirken. Eine touristische Infrastruktur ist außerhalb der großen Ortschaften kaum vorhanden. Ist man nicht gerade in der inoffiziellen Azorenhauptstadt Ponta Delgada zu Gast, dann werden die Abende recht kurz. Pünktlich zum Sonnenuntergang sind in vielen Ortschaften die Bürgersteige nach oben geklappt. Einzig vor den Bars tummeln sich die Männer bei Bier und Wein, halten ein Schwätzchen und bevölkern die Bürgersteige. Das wirkt allerdings sehr befremdlich, zumal die kleinen “Restaurants” auf den ersten Blick wenig einladend wirken. Hat man sich allerdings überwunden, wird man in den kleinen Nischenkneipen kulinarisch angenehm überrascht. Die portugisischen Speisekarten auf Sao Miguel geben mehr her, als sie auf den ersten Blick vermuten lassen würden. Das Angebot ist oft reichhaltig und individuell. Fisch und Fleisch stehen immer auf der Speisekarte, vegetarische Gerichte werden immer häufiger angeboten. Die touristischen Hotspots beschränken sich auf der Insel Sao Miguel auf die Ortschaften Sete Cidades, Furnas, Ribeira Grande, Caloura, Nordeste und natürlich Ponta Delgada. Die heimlichen Kraterseen bei Sete Cidades sind oft in Wolken gehüllt und geben ihren Anblick nur selten Preis. Am oberen Kraterrand weht oft ein kalter und rauer Wind und auch im Ort selbst ist das Wetter im Oktober selten beständig. Dagegen ist die Halbinsel Caloura ein sehr sonnenverwöhnter Landstrich. Hier herrscht ein eigenes Mikroklima und nicht selten ist dieser Landstrich trotzt der vielen Wolken am Himmel ein trockenes und geschütztes Idyll.

Mein Fazit: Sao Miguel ist landschaftlich sehr abwechslungsreich. Sanfte Weidelandschaften wechseln sich mit urigen Wäldern und Bergen ab. Viele versteckte Buchten am Meer laden mit Naturstränden zum Baden ein. Durch den Wasserreichtum gibt es viele Wasserfälle. Nebenstraßen führen oft zu kleinen Naturparadiesen am Meer.

 

Written on November 1st, 2018 , Portugal Tags: ,

Immer auf der Reise – Reisegeschichten von André Muschick is proudly powered by WordPress and the Theme Adventure by Eric Schwarz
Entries (RSS) and Comments (RSS).

Immer auf der Reise – Reisegeschichten von André Muschick

Das Weltreise Weblog